Zusammenfassung
Psychologische Forschende stellen psychologische Konstrukte zunehmend als wechselseitige Assoziationen zwischen Variablen mithilfe psychometrischer Netzwerkmodelle dar. Obwohl der nächste Schritt darin bestünde, die Beziehungen zu untersuchen, die dieses netzwerk-instanziierte Konstrukt zu anderen psychologischen Variablen hat, ist es nicht offensichtlich, wie ein Netzwerk am besten so zusammengefasst werden kann, dass Forschende Assoziationen modellieren können. Wir bewerteten die prädiktive Nützlichkeit von fünf verschiedenen netzwerkabgeleiteten Kennwerten, die entweder aus individuellen Netzwerkmodellen geschätzt oder von diesen informiert wurden, über vier intensive Längsschnittdatensätze hinweg. Zu diesen Kennwerten gehörten drei Variablen der Netzwerkstruktur (Dichte, globale Stärke und maximaler Modularitätskoeffizient), zwei netzwerk-informierte Variablen (der durchschnittliche Wert der Personen für den am häufigsten zentralen Knoten sowie ihr durchschnittlicher Wert für ihren eigenen zentralsten Knoten) und der durchschnittliche Summenwert aller Knoten im Netzwerk. Unsere Ergebnisse zeigten, dass für die meisten Zielgrößen der durchschnittliche Wert einer Person für den am häufigsten zentralen Knoten der beste Prädiktor war. Daher können Netzwerkmodelle genutzt werden, um zu informieren, welche Variable das Konstrukt am besten repräsentiert, wenn Assoziationen modelliert werden.Zentrale Erkenntnisse
- Um ein netzwerk-instanziiertes Konstrukt (wie negativen Affekt) mit einer externen Variable (wie Lebenszufriedenheit) in Beziehung zu setzen, benötigen Forschende einen einzigen prädiktiven Kennwert; diese Studie bewertete fünf netzwerkabgeleitete Kennwerte, um zu bestimmen, welcher ein Netzwerk am besten für die Vorhersage zusammenfasst.
- Über vier verschiedene Längsschnittdatensätze hinweg waren Variablen der Netzwerkstruktur wie Dichte, globale Stärke und Modularität keine signifikanten Prädiktoren psychologischer Zielgrößen.
- Der konsistenteste und wirksamste Prädiktor war der durchschnittliche Wert einer Person für den am häufigsten zentralen Knoten im Netzwerk, was darauf hindeutet, dass die Identifizierung und Nutzung der einflussreichsten Variable in einem System eine wirkungsvolle Methode ist, um Netzwerkmodelle mit anderen psychologischen Konstrukten zu verknüpfen.




















